Lehramt an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien – Quereinstieg (ab WiSe 2019)
Fachwissenschaft und Fachdidaktik Deutsch 2 (SPO ab WiSe 24/25)
0507c_m72-
Textkompetenz
0544bA1.1-
16956
Seminar
Textkompetenz: Verstehen und Verständlichkeit von Sachtexten (Ruven Stahns)
Zeit: Termine siehe LV-Details (Erster Termin: 17.05.2025)
Ort: JK 29/124 (Habelschwerdter Allee 45)
Hinweise für Studierende
Das Seminar findet in Blöcken statt. Zudem findet am 25.04. 2025 (12-14 Uhr) via Webex eine Einführungsveranstaltung statt, die verpflichtend für die Teilnahme ist.
Kommentar
Das Verständnis eines Textes ist das Ergebnis einer Interaktion zwischen einem Leser, der bestimmte Merkmale aufweist (z.B. sein Vorwissen), und einem Text, der ebenfalls bestimmte Merkmale aufweist (z.B. syntaktische Anforderungen). In dem Seminar nehmen wir auf der einen Seite in den Blick, wie man textseitige Verstehensanforderungen einschätzen kann, um als Lehrkraft geeignete Texte für den Unterricht auszuwählen. Dabei fokussieren wir Sachtexte. Auf der anderen Seite klären wir, wie man Verstehensprozesse, die Leser während der Lektüre realisieren (müssen), im Unterricht fördern kann.
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16957
Seminar
Textkompetenz: Analoges und digitales Schreiben (Felix Böhm)
Zeit: Do 14:00-16:00 (Erster Termin: 17.04.2025)
Ort: JK 28/130 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Die Förderung von Schreiben, Schreib- und Textkompetenz gehört zu einer zentralen Aufgabe des Faches Deutsch. Doch während die schulische Fachtradition ein analoges Schreiben mit Stift auf Papier fokussiert, das Prozesse der Überarbeitung ebenso mühselig macht wie die typographische Gestaltung oder das Einfügen von Bildern, haben v.a. Digitalisierungsprozesse außerschulische Schreibpraktiken grundlegend verändert. Dies betrifft sowohl die Kulturtechnik des Schreibens als auch die Schreibprodukte. Im Angesicht dieser unabgeschlossenen Entwicklung wendet sich das Seminar klassischen Grundlagen und gegenwartsbezogenen Positionen der Schreibforschung und -didaktik zu und fragt auf Basis theoretischer Lektüre und praktischer Erprobung danach, wie ein Schreibunterricht aussehen kann, um gegenwärtigen Entwicklungen wie Herausforderungen im Bereich des Schreibens gerecht zu werden.
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16956
Seminar
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Perspektiven deutschdidaktischer Forschung
0544bA1.2-
16958
Seminar
Persp. deutschdid. Frschng.: Gesprächsformen im Literaturunterricht (Julia von Dall'Armi)
Zeit: Do 12:00-14:00 (Erster Termin: 17.04.2025)
Ort: KL 32/123 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Gesprächsformen bestimmen im Literaturunterricht wesentlich mit, in welcher Form literarische Texte interpretiert werden und welche Ergebnisse dabei entstehen. Das Seminar will ausgehend von einer theoretischen Übersicht verschiedener Gesprächsformen aufzeigen, welches Potenzial Kommunikation im Literaturunterricht entfalten und wie verschiedene Gesprächsformen eingeübt werden können.
Literatur zur Einführung:
Magirius, Marco/Scherf, Daniel/Steinmetz, Michael: Unterrichtsgespräche über Literatur. Gesprächsformen, Zielstellungen und Planungshilfen. Stuttgart 2024.
Weitere Texte werden in der Veranstaltung genannt.
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16959
Seminar
Persp. deutschdid. Forschung: Interpretieren im digitalen Raum (Helen Lehndorf)
Zeit: Mo 14:00-16:00 (Erster Termin: 14.04.2025)
Ort: L 24/27 (Habelschwerdter Allee 45)
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16961
Seminar
Persp. deutschdid. Forschung: Gesprächsformen im Literaturunterricht (Julia von Dall'Armi)
Zeit: Do 14:00-16:00 (Erster Termin: 17.04.2025)
Ort: JK 31/101 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Gesprächsformen bestimmen im Literaturunterricht wesentlich mit, in welcher Form literarische Texte interpretiert werden und welche Ergebnisse dabei entstehen. Das Seminar will ausgehend von einer theoretischen Übersicht verschiedener Gesprächsformen aufzeigen, welches Potenzial Kommunikation im Literaturunterricht entfalten und wie verschiedene Gesprächsformen eingeübt werden können.
Literatur zur Einführung:
Magirius, Marco/Scherf, Daniel/Steinmetz, Michael: Unterrichtsgespräche über Literatur. Gesprächsformen, Zielstellungen und Planungshilfen. Stuttgart 2024.
Weitere Texte werden in der Veranstaltung genannt.
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16962
Seminar
Persp. deutschdid. Forschung: Sprachdidaktik u. Bildung für nachhaltige Entwicklung (Felix Böhm)
Zeit: Fr 08:00-10:00 (Erster Termin: 25.04.2025)
Ort: JK 29/124 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Insbesondere angesichts des Klimawandels ist es notwendig geworden, Bildungsziele zu überdenken und das Lernen und Lehren (nicht allein) in der Schule stärker auf die Befähigung zu zukunftsfähigem Denken und Handeln auszurichten. Dies ist das Ziel einer schulformen-, jahrgangsstufen- und fächerübergreifenden „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE). Während Gegenstände und Methoden der BNE mittlerweile längst zum festen Repertoire der naturwissenschaftlichen und politischen Bildung gehören, steckt der deutschdidaktische Diskurs über BNE bisher noch in den Kinderschuhen und dies gilt umso mehr für die sprachdidaktischen Zugänge der Deutschdidaktik. Deshalb sollen im Seminar nicht nur aktuelle Positionen zu Deutschdidaktik, Sprachdidaktik und BNE gemeinsam reflektiert und diskutiert, sondern darauf aufbauend auch in Seminarprojekten eigene didaktische Perspektiven entwickelt werden.
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16958
Seminar
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Schulpraktische Studien im Unterrichtsfach Deutsch - Fach 2
0545bA1.3-
16963
Seminar
Vorb.s. SPS Deutsch - Vorbereitungsseminar (Franz Kröber)
Zeit: Mo 08:00-10:00 (Erster Termin: 14.04.2025)
Ort: JK 29/124 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
In diesem Seminar erhalten Sie zur Vorbereitung des Praxissemesters im Fach Deutsch Einblicke in die folgenden Themenbereiche: Kompetenzmodell des Deutschunterrichts, Kriterien guten Deutschunterrichts, Kriterien der didaktischen Analyse einer Ganzschrift, Bestimmung von Lernpotentialen und -herausforderungen im Hinblick auf sprachliches, mediales und literarisches Lernen, Auswahl geeigneter Unterrichtsthemen, Reflexion oder Planung einer Unterrichtsreihe, -einheit, -sequenz und -stunde, Reflexion von Deutschunterricht sowie Differenzierung von Unterrichtsmaterial. Ziel des Kurses ist es, dass Sie in Kleingruppen jeweils eine Sequenz einer Einheit zu einem Jugendroman, die Sie im Seminar planen, zur Diskussion stellen.
Der Roman, der im Zentrum der Analyse, Reflexions- und Planungsprozesse steht (Erebos, Räuberhände oder Ellbogen), wird von Ihnen und den anderen Kursteilnehmer:innen ausgewählt: Spätestens am Sonntag (13. April) erfahren Sie über Campus Management, welches Seminar Sie belegen. Sobald Sie wissen, ob Sie diesen Kurs belegen werden, öffnen Sie bitte den Link und folgen den Hinweisen zum Lektüre-Voting. Die Abstimmung wird am 13. April um 18 Uhr geschlossen. https://box.fu-berlin.de/s/DsfJbHxipHf3TGk
Literaturhinweise
Riecke-Baulecke/Brand (2022): Unterrichtsqualität und Unterrichtsplanung. In: Brand et al. (Hrsg.): Basiswissen Lehrerbildung: Deutsch unterrichten. Hannover: Klett/Kallmeyer, S. 54-71 | Pertzel, Eva/Schütte, Anna Ulrike (2017): Literatur ab 2010. Literarisches Lernen in der Sekundarstufe I. Münster/New York | von Brand, Tilman (2018): Deutsch unterrichten. Einführung in die Planung, Durchführung und Auswertung in den Sekundarstufen. 6., akt. Aufl. Seelze. |
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16964
Seminar
Vorb.s. SPS Deutsch - Vorbereitungsseminar (Franz Kröber)
Zeit: Mo 10:00-12:00 (Erster Termin: 14.04.2025)
Ort: JK 29/124 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
In diesem Seminar erhalten Sie zur Vorbereitung des Praxissemesters im Fach Deutsch Einblicke in die folgenden Themenbereiche: Kompetenzmodell des Deutschunterrichts, Kriterien guten Deutschunterrichts, Kriterien der didaktischen Analyse einer Ganzschrift, Bestimmung von Lernpotentialen und -herausforderungen im Hinblick auf sprachliches, mediales und literarisches Lernen, Auswahl geeigneter Unterrichtsthemen, Reflexion oder Planung einer Unterrichtsreihe, -einheit, -sequenz und -stunde, Reflexion von Deutschunterricht sowie Differenzierung von Unterrichtsmaterial. Ziel des Kurses ist es, dass Sie in Kleingruppen jeweils eine Sequenz einer Einheit zu einem Jugendroman, die Sie im Seminar planen, zur Diskussion stellen.
Der Roman, der im Zentrum der Analyse, Reflexions- und Planungsprozesse steht (Erebos, Räuberhände oder Ellbogen), wird von Ihnen und den anderen Kursteilnehmer:innen ausgewählt: Spätestens am Sonntag (13. April) erfahren Sie über Campus Management, welches Seminar Sie belegen. Sobald Sie wissen, ob Sie diesen Kurs belegen werden, öffnen Sie bitte den Link und folgen den Hinweisen zum Lektüre-Voting. Die Abstimmung wird am 13. April um 18 Uhr geschlossen. https://box.fu-berlin.de/s/DsfJbHxipHf3TGk
Literaturhinweise
Riecke-Baulecke/Brand (2022): Unterrichtsqualität und Unterrichtsplanung. In: Brand et al. (Hrsg.): Basiswissen Lehrerbildung: Deutsch unterrichten. Hannover: Klett/Kallmeyer, S. 54-71 | Pertzel, Eva/Schütte, Anna Ulrike (2017): Literatur ab 2010. Literarisches Lernen in der Sekundarstufe I. Münster/New York | von Brand, Tilman (2018): Deutsch unterrichten. Einführung in die Planung, Durchführung und Auswertung in den Sekundarstufen. 6., akt. Aufl. Seelze. |
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16965
Seminar
Vorb.s. SPS Deutsch - Vorbereitungsseminar (Franz Kröber)
Zeit: Mo 12:00-14:00 (Erster Termin: 14.04.2025)
Ort: JK 29/124 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
In diesem Seminar erhalten Sie zur Vorbereitung des Praxissemesters im Fach Deutsch Einblicke in die folgenden Themenbereiche: Kompetenzmodell des Deutschunterrichts, Kriterien guten Deutschunterrichts, Kriterien der didaktischen Analyse einer Ganzschrift, Bestimmung von Lernpotentialen und -herausforderungen im Hinblick auf sprachliches, mediales und literarisches Lernen, Auswahl geeigneter Unterrichtsthemen, Reflexion oder Planung einer Unterrichtsreihe, -einheit, -sequenz und -stunde, Reflexion von Deutschunterricht sowie Differenzierung von Unterrichtsmaterial. Ziel des Kurses ist es, dass Sie in Kleingruppen jeweils eine Sequenz einer Einheit zu einem Jugendroman, die Sie im Seminar planen, zur Diskussion stellen.
Der Roman, der im Zentrum der Analyse, Reflexions- und Planungsprozesse steht (Erebos, Räuberhände oder Ellbogen), wird von Ihnen und den anderen Kursteilnehmer:innen ausgewählt: Spätestens am Sonntag (13. April) erfahren Sie über Campus Management, welches Seminar Sie belegen. Sobald Sie wissen, ob Sie diesen Kurs belegen werden, öffnen Sie bitte den Link und folgen den Hinweisen zum Lektüre-Voting. Die Abstimmung wird am 13. April um 18 Uhr geschlossen. https://box.fu-berlin.de/s/DsfJbHxipHf3TGk
Literaturhinweise
Riecke-Baulecke/Brand (2022): Unterrichtsqualität und Unterrichtsplanung. In: Brand et al. (Hrsg.): Basiswissen Lehrerbildung: Deutsch unterrichten. Hannover: Klett/Kallmeyer, S. 54-71 | Pertzel, Eva/Schütte, Anna Ulrike (2017): Literatur ab 2010. Literarisches Lernen in der Sekundarstufe I. Münster/New York | von Brand, Tilman (2018): Deutsch unterrichten. Einführung in die Planung, Durchführung und Auswertung in den Sekundarstufen. 6., akt. Aufl. Seelze. |
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16966
Seminar
Vorb.s. SPS Deutsch - Vorbereitungsseminar (Felix Böhm)
Zeit: Fr 10:00-12:00 (Erster Termin: 25.04.2025)
Ort: JK 29/124 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
In diesem Kurs erlernen die Studierenden die schriftliche Planung einer Unterrichtsstunde, inklusive der Darstellung einer Unterrichtseinheit, sach-, didaktischer und methodischer Analysen. Dabei wird von der Prämisse ausgegangen, dass die Stundenplanung ein Werkzeug ist, dessen Beherrschung den Einstieg in die Unterrichtspraxis erleichtert und dabei hilft, didaktische Entscheidungen zu treffen, zu reflektieren und den eigenen Deutschunterricht langfristig zu verbessern. Die einzelnen Bausteine des Stundenentwurfs, bildungspolitische Vorgaben, Kompetenzen, Lernziele, Methoden und weitere Themen werden durch den exemplarischen Lerngegenstand des Kurzfilms verbunden. Die im Seminar erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten lassen sich anschließend auch auf andere mediale, literarische sowie sprachliche Gegenstände und Themen des Deutschunterrichts übertragen. Das Seminar setzt die Bereitschaft zur filmanalytischen und -didaktischen Arbeit voraus und orientiert sich an den einzelnen Kapiteln des folgenden Buches, dessen Anschaffung dringend empfohlen wird: Brand, Tilman von (2019): Stundenplanung Deutsch. Leitfaden für Praktikum, Referendariat und Lehrprobe. 2. Aufl. Seelze.
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16967
Seminar
Vorb.s. SPS Deutsch (Julia von Dall'Armi)
Zeit: Mi 12:00-14:00 (Erster Termin: 16.04.2025)
Ort: KL 32/123 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
In diesem Kurs erlernen die Studierenden die schriftliche Planung einer Unterrichtsstunde, inklusive der Darstellung einer Unterrichtseinheit, sach-, didaktischer und methodischer Analysen. Dabei wird von der Prämisse ausgegangen, dass die Stundenplanung ein Werkzeug ist, dessen Beherrschung den Einstieg in die Unterrichtspraxis erleichtert und dabei hilft, didaktische Entscheidungen zu treffen, zu reflektieren und den eigenen Deutschunterricht langfristig zu verbessern. Die einzelnen Bausteine des Stundenentwurfs, bildungspolitische Vorgaben, Kompetenzen, Lernziele, Methoden und weitere Themen werden durch den exemplarischen Lerngegenstand des Kurzfilms verbunden. Die im Seminar erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten lassen sich anschließend auch auf andere mediale, literarische sowie sprachliche Gegenstände und Themen des Deutschunterrichts übertragen. Das Seminar setzt die Bereitschaft zur filmanalytischen und -didaktischen Arbeit voraus und orientiert sich an den einzelnen Kapiteln des folgenden Buches, dessen Anschaffung dringend empfohlen wird: Brand, Tilman von (2019): Stundenplanung Deutsch. Leitfaden für Praktikum, Referendariat und Lehrprobe. 2. Aufl. Seelze.
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16963
Seminar
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Exemplarische Lektüren für angehende Lehrkräfte A – Neuere Literatur
0544bA2.5-
16638
Vorlesung
Literary Disability Studies: Aspekte einer inklusiven Philologie (Irmela Marei Krüger-Fürhoff)
Zeit: Mi 18:00-20:00 (Erster Termin: 23.04.2025)
Ort: Hs 2 Hörsaal (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Auch wenn der Begriff ‚Behinderung‘ jüngeren Datums ist, beschäftigen sich literarische Texte seit jeher mit der gesellschaftlichen und kulturellen Selbstverständigung über Phänomene verkörperter Differenz. Die gegenwärtige Literaturwissenschaft berücksichtigt dabei vermehrt Perspektiven der Disability Studies, die Behinderung weniger als individuell-medizinische denn als sozio-kulturelle Differenzkategorie verstehen, und untersucht im Sinne der Literary Disability Studies, welche bedeutungsstiftenden Funktionen Repräsentationen von Behinderung in literarischen Texten besitzen. In der Vorlesung, die auch als Veranstaltung im „Offenen Hörsaal“ angeboten wird, präsentieren Gastvortragende mit und ohne Beeinträchtigungen Verhandlungen körperlicher und psychischer Behinderungen in Literatur, Kunst und Medien v.a. des 20. und 21. Jahrhunderts und verbinden dabei Einzelanalysen mit theoretischen Standortbestimmungen und gesellschaftspolitischen Überlegungen. An zwei Terminen sind ein Autor bzw. eine Filmregisseurin zu Gast. Es sind Angebote zur Barrierefreiheit (voraussichtlich Schriftdolmetschung, Gebärdensprache) vorgesehen; bitte melden Sie bereits vor Vorlesungsbeginn, wenn Sie spezifische Bedarfe haben.
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16639
Vorlesung
Aufklärung (Friederike Günther)
Zeit: Do 14:00-16:00 (Erster Termin: 17.04.2025)
Ort: Hs 2 Hörsaal (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Die Vorlesung vermittelt einen Zugang zur Literatur der Aufklärungsepoche, indem exemplarisch Themen behandelt werden, die die Aufklärung bewegten und deren ambivalente Tendenz zu Integration und Ausschluss vor Augen führen. Ein Schwerpunkt liegt zum einen auf literarischen Texten, die Mensch, Natur und Umwelt in ein Verhältnis setzen: Behandelt werden Robinsonaden, der literarische Umgang mit Naturkatastrophen, lyrisch umzäunte Natur in Gestalt von Beeten und Gärten sowie Texte der Sehnsucht nach einer ‚authentischen‘ Naturidylle. Zum anderen werden die Modi und Umgangsweisen der aufgeklärten Literaturszene in Blick genommen: Bissigkeit und Schmeichelei der frühen Literaturkritik, aufgeklärte Geselligkeits-, Liebes- und Freundschaftsentwürfe, Ein- und Ausschlusskriterien literarischer Öffentlichkeit sowie die Diskussion von Fallgeschichten aus Medizin und Recht.
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16640
Vorlesung
Kinderliteratur und Film (Hadassah Stichnothe)
Zeit: Mo 16:00-18:00 (Erster Termin: 14.04.2025)
Ort: Hs 2 Hörsaal (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Von Méliès‘ Cendrillon (1899) über die Scherenschnittfilme Lotte Reinigers – das Medium Kino hat seit seinen Anfängen eine enge Bindung an die Kinderliteratur. So kommt Gerhard Lamprechts Emil und die Detektive (1931) eine Pionierrolle bei der Etablierung des originären Kinderfilms zu. Die Vorlesung macht es sich zum Ziel, einen Überblick über die Entwicklung des Kinder- und Jugendfilms von den Anfängen des Mediums über die Entwicklung in den beiden deutschen Staaten bis zum neuen Kinderfilm und dem Family Entertainment Film der 2000er nachzuzeichnen. Dabei werden ausgewählte Beispiele vorgestellt und zudem auch die Wechselwirkungen zwischen Literatur und Film aufgezeigt. Flankierend hierzu werden theoretische Zugänge zum Thema vorgestellt, die auf die Entwicklung einer spezifischen Ästhetik des Kinderfilms eingehen.
Zur Vorbereitung empfohlen:
Tobias Kurwinkel, Philipp Schmerheim: Kinder- und Jugendfilmanalyse. UTB 2013. -
16710
Hauptseminar
Literatur und Krieg: Schillers Wallenstein (Anne Fleig)
Zeit: Di 14:00-16:00 (Erster Termin: 15.04.2025)
Ort: JK 29/124 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Die Frage nach dem Verhältnis von Literatur und Krieg ist ungeheuer aktuell und lenkt zugleich den Blick zurück in die Geschichte der Literatur und Ästhetik. Wallenstein. Ein dramatisches Gedicht gilt neben Goethes Faust als bedeutendstes Werk der Weimarer Klassik und vielleicht als Schillers wichtigster Text überhaupt. Ihm gehen Schillers ästhetische Schriften und seine Beschäftigung mit der Geschichte des Dreißigjährigen Krieges voraus. Die Spannung zwischen poetischer und historischer Wahrheit kennzeichnet die Anlage und die Form dieses mehrteiligen Dramas, das immer wieder zu neuen Deutungen Anlass gegeben hat und bis heute eine Herausforderung darstellt. Im Seminar werden wir dieser Herausforderung durch genaue Lektüre und textnahe gemeinsame Analysen sämtlicher Teile begegnen. Hinzugezogen werden außerdem Dokumente und erste Rezeptionszeugnisse aus der Entstehungszeit (z.B. der Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe), aber auch Stellungnahmen aus dem 20. Jahrhundert (z.B. Adornos Essay Ist die Kunst heiter?). Eine erste Lektüre der Wallenstein-‚Trilogie‘ wird zu Beginn des Seminars vorausgesetzt, bitte lesen Sie zur ersten Information auch den Artikel von Norbert Oellers im Schiller-Handbuch (Hg. von Matthias Luserke-Jaqui). Bitte besorgen Sie sich die kommentierte und zitierfähige Ausgabe aus dem Deutschen Klassiker Verlag im Taschenbuch Bd. 3 (für 18.- EUR), die alles enthält, was wir im Seminar benötigen.
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16711
Hauptseminar
Gesellschaft erzählen in Gottfried Kellers "Die Leute von Seldwyla" (Sophie König)
Zeit: Di 10:00-12:00 (Erster Termin: 15.04.2025)
Ort: JK 28/130 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
„Seldwyla bedeutet nach der älteren Sprache einen wonnigen und sonnigen Ort, und so ist auch in der Tat die kleine Stadt dieses Namens gelegen irgendwo in der Schweiz“. Mit diesen Worten wird in den ersten Band von Gottfried Kellers Erzählsammlung Die Leute von Seldwyla eingeführt, die aus zwei Bänden und zehn Erzählungen besteht und 1856 bzw. 1873/74 erschien. Dabei fokussiert das Erzählprojekt über das fiktive Städtchen Seldwyla und seine Leute nicht auf die regelhaften Geschichten und Lebensläufe, sondern versammelt programmatisch „einige sonderbare Abfällsel, die so zwischen durch passierten, gewissermaßen ausnahmsweise, und doch auch gerade nur zu Seldwyla vor sich gehen konnten.“ Im Zentrum des Seminars steht die Frage nach einem Erzählen von Gesellschaft im Novellenzyklus, das sich selbst im Spannungsfeld zwischen Allgemeinem und Spezifischem verortet. Dabei werden die Textlektüren mit Überlegungen zu Gattung, Form und Komposition ebenso verknüpft wie grundlegende Konzepte realistischen Erzählens diskutiert.
Bitte schaffen Sie für das Seminar folgende Textausgabe an:
Gottfried Keller: Die Leute von Seldwyla. Text und Kommentar. Hg. Thomas Böhning. Berlin: Deutscher Klassiker Verlag, beliebige Auflage.
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16638
Vorlesung
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Literarische und audiovisuelle Werke des 20. und 21. Jahrhunderts
0544bA2.7-
16667f
Vertiefungsseminar
Literatur in Bild und Ton: Mediale Anverwandlungen von der Gedichtillustration bis zur künstlichen Intelligenz (Achim Küpper)
Zeit: Sa 10:15-16:00 (Erster Termin: 26.04.2025)
Ort: KL 29/111 (Habelschwerdter Allee 45)
Hinweise für Studierende
Die beiden Termine am 26.04. und 21.06. finden online statt. Der Raum KL 29/111 ist auch für diese beiden Termine gebucht, sodass Sie, die Studierenden, ihn für die Online-Teilnahme nutzen können.
Kommentar
Das Vertiefungsseminar widmet sich medialen Anverwandlungen literarischer Texte in Bild und Ton. Das historische Spektrum reicht vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, die Spannweite künstlerischer und medialer Gattungen erstreckt sich von der Gedichtillustration und -vertonung über die Literaturadaption in Film, audiovisuellen Medien, Hörspiel oder intermedialen Text-Bild-Klang-Konfigurationen bis hin zur digitalen Transformation klassischer Ausgangstexte durch die künstliche Intelligenz im 21. Jahrhundert. Eine Leitfrage des Semesters lautet: Wie wirken sich solche Anverwandlungen auf die jeweiligen Artefakte in ihrer ursprünglichen Umgebung und in ihrer neuen Gestalt aus? Unter „Anverwandlungen“ können sowohl Prozesse der Appropriation als auch der Imitation verstanden werden, wobei sich zwischen diesen beiden Enden unzählige Mischformen auftun. An der Schnittstelle von Kanon und Kreation lotet die Veranstaltung aktuelle Möglichkeiten einer Auseinandersetzung mit Kernbeständen des Curriculums unter den veränderten Voraussetzungen medialer Vernetzung und Durchdringung aus. Eine Beschäftigung mit zentralen Werken der Neueren deutschsprachigen Literaturgeschichte und ihren Anverwandlungen in multiplen Medienformaten soll gleichermaßen zu einer vertieften Kenntnis fach-, bildungs- und gesellschaftsrelevanter Schlüsseldokumente in eingehenden Analysen wie zu einer Sensibilisierung für Aspekte der Medienreflexion und der Medienkompetenz unter komparatistischen sowie didaktischen Gesichtspunkten beitragen. Ein Spezifikum des Kurses besteht in der Kombination bewährter Methoden eines Vertiefungsseminars mit einer experimentelleren Lehr- und Lernform: Mithilfe eines integrierten KI-Workshops sollen Wege digitaler Medienmutation literarischer Klassiker interaktiv erschlossen, am exemplarischen Übergang von einem narrativen Text zum Theaterstück erprobt und gemeinsam präsentiert werden. Dadurch gilt es zugleich Chancen und Herausforderungen der KI in der digitalisierten Medienkultur heutiger Prägung zu verhandeln. Besonderer Wert wird wie gehabt auf den interaktiven Charakter der Lehrveranstaltung gelegt. Der Unterricht basiert auf dem Konzept des „Blended Learning“ und vereint Präsenz- mit Digitalanteilen. Ein Seminarplan mit Literaturangaben, einer Liste der zu verteilenden Referatsthemen und weiteren Informationen wird zu Beginn des Semesters ausgegeben.
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16968
Hauptseminar
Lit. u. audiov. Werke d. 20./ 21. JH: Perspektivierungen im Zentrum von Medienvergleichen (Franz Kröber)
Zeit: Di 12:00-14:00 (Erster Termin: 15.04.2025)
Ort: JK 29/124 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Medienwechsel in Form von Adaptionen oder Fortsetzungen prägen sowohl aktuelle populäre Fiktionen um Superheld:innen oder fantastische Welten (z.B. Wizarding World, Wonder Woman) als auch kanonische Texte, die in Film, Serie oder Comic adaptiert werden (z.B. Adaptionen von Kafkas Verwandlung im Comic). Vergleiche einer Storyworld in unterschiedlichen Medien im Hinblick auf narrative Darstellungsformen wie z.B. die Perspektivierung können dazu beitragen, medienspezifische Leistungen zu erkennen. Der Medienvergleich wird somit zum Gegenstand literar- und medienästhetischen Lernens im Fach Deutsch. Im Seminar sollen zunächst zentrale Begriffe und Prozesse (Medium und Text, Adaptionsprozesse, Inter- und Transmedialität, Perspektivierung und Fokalisierung) geklärt und anschließend Medienvergleiche angestellt werden. Ausgehend davon werden Perspektiven für den Deutschunterricht der Sekundarstufe I und II formuliert.
Literaturhinweise
Hutcheon, Linda (2013): A Theory of Adaptation. Routledge. | Kuhn, Markus: Filmnarratologie. Ein erzähltheoretisches Analysemodell. Berlin/Boston. | Maiwald, Klaus (2019): Intermedialität in der Literaturdidaktik. In: Lütge, Christiane (Hrsg.): Grundthemen der Literaturwissenschaft. Literaturdidaktik. Berlin/Boston, S. 373-394. | Ott, Christine (2020): Transmediales Erzählen/Storytelling. In: kinderundjugendmedien.de | Uhl, Benjamin Jakob (2020): Texte und Medien. In: kinderundjugendmedien.de
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16667f
Vertiefungsseminar
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Grundlagen der Literaturwissenschaft I – Neuere deutsche Literatur
0033fA1.1-
16600
Vorlesung
Grundlagen der Literaturwissenschaft I - Neuere deutsche Literatur (Robert Walter-Jochum)
Zeit: Do 16:00-18:00 (Erster Termin: 17.04.2025)
Ort: Hs 2 Hörsaal (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Die Vorlesung dient der Einführung in die Gegenstandsbereiche, Fragehorizonte und Geschichte des Studienfachs Neuere deutsche Literatur. Sie fragt danach, was „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ ist, was wir tun, wenn wir sie betreiben, und welche historischen Zusammenhänge ihr zugrunde liegen. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines Überblicks über die deutschsprachige Literaturgeschichte und unter Vergewisserung über zentrale Konzepte und Begriffe, die für das Fach Relevanz haben. Im Sommersemester liegt ein Schwerpunkt der Vorlesung auf der Entwicklung und zentralen Aspekten der Erforschung von Kinder- und Jugendliteratur. Studierende der Grundschulpädagogik beenden das zugehörige Modul am Semesterende mit einer E-Klausur, die Inhalte aus der Vorlesung sowie aus den begleitenden Seminaren umfasst.
Begleitlektüre zur Vorlesung: Benedikt Jeßing/Ralph Köhnen: Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft. 4. Aufl. Stuttgart/Weimar: Metzler 2017; Tobias Kurwinkel/Philipp Schmerheim (Hg.): Handbuch Kinder- und Jugendliteratur. Stuttgart/Weimar: Metzler 2020 (beides auch mit VPN-Verbindung über Primo verfügbar).
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16601
Seminar
Einführung in die Neuere deutsche Literatur (Helene Kraus)
Zeit: Mi 09:00-12:00 (Erster Termin: 16.04.2025)
Ort: JK 31/228 (Habelschwerdter Allee 45)
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16600
Vorlesung
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Grundlagen der Literaturwissenschaft II – Ältere deutsche Literatur und Sprache
0033fA1.2-
16630
Seminar
Hartmann von Aue: Iwein (Jutta Eming)
Zeit: Mo 10:00-12:00, Mo 14:00-16:00 (Erster Termin: 14.04.2025)
Ort: JK 28/130 (Habelschwerdter Allee 45)
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16631
Seminar
Gottfried von Straßburg: Tristan (Elke Koch)
Zeit: Do 12:00-16:00 (Erster Termin: 17.04.2025)
Ort: JK 29/118 (Habelschwerdter Allee 45)
Zusätzl. Angaben / Voraussetzungen
Zur Anschaffung:
Gottfried von Straßburg: Tristan. Nach dem Text von Friedrich Ranke neu hrsg., in Nhd. übers., mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, 3 Bde., 15. Aufl., Stuttgart 2017 (Reclam Universal Bibliothek 447, ISBN: 978-3-15-030057-2).
[Eine ältere Auflage ist möglich: ab 6. Aufl., Stuttgart 1993.]
Lexer, Matthias: Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch. Mit den Nachträgen von Ulrich Pretzel, 38. Auflage, Stuttgart 1992 [oder spätere Auflage].
Kommentar
Das Basismodul macht anhand exemplarischer Texte mit dem Mittelalter als erster Epoche der deutschen Literaturgeschichte bekannt. Es zielt zudem auf die Kompetenz, Texte in einer früheren Sprachstufe des Deutschen lesen zu können. Dazu ist das Grundlagenseminar zweiteilig (Literatur und Sprache) angelegt.
Im Mittelpunkt des Literaturteils steht der Roman über eines der berühmtesten Liebespaare der Weltliteratur, Tristan und Isolde, der zu Beginn des 13. Jh. entstanden ist. Er handelt zunächst vom Schicksal Tristans, der zwar mit allen Begabungen eines perfekten höfischen Ritters ausgestattet ist, aber als Waise aufwächst, entführt wird und erst nach einigen Bewährungsproben von seiner wahren Identität erfährt. Ein gefahrvolles Unternehmen ist die Brautwerbung um die irische Königstochter Isolde, die er für seinen Onkel, den König Marke, erfolgreich unternimmt. Als Tristan Isolde zu Marke bringt, sind die beiden jedoch bereits ein Paar geworden. Ihre unauflösliche Minne führt sie in den Konflikt mit dem Königshof, der sich unvermeidlich zuspitzt. Im Seminar werden wir zentrale Themen des Textes (Hof und höfische Identität, Minne, Ehe und Begehren) erschließen und in den Kontext der Gesellschaft, Kultur und Literatur des Mittelalters stellen. Der Sprachteil des Seminars führt in Grundlagen des Mittelhochdeutschen ein. Es vermittelt Kenntnisse über Wortschatz und Grammatik, die benötigt werden, um Texte dieser Sprachstufe lesen, verstehen und übersetzen zu können.
Das Seminar wird mit einer Klausur abgeschlossen.
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16632
Seminar
Hartmann von Aue: Erec (Ralf Schlechtweg-Jahn)
Zeit: Mo 14:00-18:00 (Erster Termin: 14.04.2025)
Ort: KL 29/111 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Die beiden Romane Erec und Iwein Hartmanns von Aue gelten als die klassischen Artusromane der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters schlechthin und wurden bereits von den Zeitgenossen als literarische Vorbilder geschätzt, die die literarische Tradition der Folgezeit entscheidend prägten.
Am Erec sollen exemplarisch die Besonderheiten der Literatur der Feudalzeit erarbeitet werden, die in ihrem Insistieren auf Ehre und Rang, den Konflikten zwischen Kampfbegeisterung und Versuchen friedlicher Vergesellschaftung so exotisch und fremd wirkt.
Im Sprachkurs werden wir uns intensiver mit dem Mittelhochdeutschen auseinandersetzen, dessen Schwierigkeit nicht zuletzt in seiner Ähnlichkeit mit dem Neuhochdeutschen liegt. Pragmatisches Ziel ist es dabei, Grundkenntnisse in mittelhochdeutscher Grammatik und Sprache zu vermitteln, die es ermöglichen, ansatzweise selbstständig mit mittelhochdeutschen Texten umgehen zu können.
Textgrundlage:
Hartmann von Aue: Erec. Mittelhochdeutscher Text und Übertragung von Thomas Cramer. Frankfurt/M. 1980 (= Fischer TB 6017)
Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch. 38. Auflage. Hrsg. v. Matthias Lexer. Stuttgart 1992 (bitte keine ältere Auflage!) -
16633
Seminar
Heinrich von Veldeke: Eneasroman (Ralf Schlechtweg-Jahn)
Zeit: Di 14:00-18:00 (Erster Termin: 15.04.2025)
Ort: KL 29/111 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Auf Anweisung der Götter flieht Eneas mit seinem Gefolge aus dem untergehenden Troja, um in Italien die Tochter des dort ansässigen Königs zu heiraten und eine neue Herrschaft zu begründen. Diese ist jedoch schon dem Fürsten Turnus versprochen und so kommt es zum Kampf um die Herrschaftsnachfolge. Eneas siegt und seine Nachkommen gründen, wie von den Göttern prophezeit, Rom. Diese Geschichte hat schon das Mittelalter sehr fasziniert und mit einer mittelhochdeutschen Fassung, der Heinrichs, werden wir uns in diesem Seminar befassen.
Ziel des Seminars ist auch eine allgemeine Einführung in die Besonderheiten der Literatur der Feudalzeit. Dabei werden insbesondere die Konflikte innerhalb der jeweiligen Herrschaftsverbände, aber auch im Aufeinandertreffen von Herrschern im Mittelpunkt stehen, daneben aber auch die Liebesgeschichten und ihr für uns heute recht eigenartiges Liebesverständnis.
Im Sprachkurs werden wir uns intensiver mit dem Mittelhochdeutschen auseinandersetzen, dessen Schwierigkeit nicht zuletzt in seiner Ähnlichkeit mit dem Neuhochdeutschen liegt. Pragmatisches Ziel ist es dabei, Grundkenntnisse in mittelhochdeutscher Grammatik und Sprache zu vermitteln, die es ermöglichen, ansatzweise selbstständig mit mittelhochdeutschen Texten umgehen zu können.
Textgrundlage:
Heinrich von Veldeke: Eneasroman. Mhd./Nhd. Nach dem Text von Ludwig Ettmüller ins nhd. übersetzt, mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Dieter Kartschoke. Stuttgart 1986 (= RUB 8303)
Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch. 38. Auflage. Hrsg. v. Matthias Lexer. Stuttgart 1992 (bitte keine ältere Auflage!) -
16634
Seminar
Das Nibelungenlied (Carolin Pape, Paul Stein)
Zeit: Mi 10:00-14:00 (Erster Termin: 16.04.2025)
Ort: JK 29/118 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Das Grundlagenseminar führt anhand eines exemplarischen mittelhochdeutschen Textes in die Grundzüge der ersten Epoche der deutschen Literaturgeschichte ein. Außerdem vermittelt es die Kompetenz, in einer älteren Sprachstufe des Deutschen verfasste Texte lesen zu können.
Im literaturwissenschaftlichen Teil des Seminars (Paul Stein) lesen wir das ‚Nibelungenlied‘ – fraglos der bekannteste Text der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters, besonders durch seine nationalistische Indienstnahme im 19. und 20. Jahrhundert. Das ‚Nibelungenlied‘ erzählt von einer doppelten Brautwerbung: Der Königssohn Siegfried wirbt um Kriemhild, die Schwester der Burgundenfürsten; ihr Bruder Gunther erringt mit Siegfrieds Hilfe die starke Königin Brünhild. Dabei werden Konflikte gesät, die schließlich aufbrechen und zur Ermordung Siegfrieds führen. Nachdem Kriemhild durch eine zweite Eheschließung die Mittel zur Rache erlangt hat, lädt sie ihre Brüder zu einem Fest ein, bei dem die Gewalt eskaliert.
Im sprachwissenschaftlichen Teil (Carolin Pape) erarbeiten Sie sprachhistorische Kenntnisse sowie Kenntnisse der Grammatik, Lexik und Semantik des Mittelhochdeutschen. Ziel des sprachwissenschaftlichen Teils ist, mittelhochdeutsche Texte selbstständig unter Zuhilfenahme entsprechender Ressourcen ins Neuhochdeutsche zu übertragen. Das Seminar wird mit einer Klausur abgeschlossen.
Literaturhinweise
Bitte beschaffen Sie sich:
Das Nibelungenlied und die Klage. Nach der Handschrift 857 der Stiftsbibliothek St. Gallen. Mittelhochdeutscher Text, Übersetzung und Kommentar. Hg. v. Joachim Heinzle, Berlin 2015 (Deutscher Klassiker Verlag im Taschenbuch 51). ISBN: 978-3-618-68051-2.
Lexer, Matthias: Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch. Mit den Nachträgen von Ulrich Pretzel, 38. Auflage, Stuttgart 1992 [oder spätere Auflage].
Gebrauchte Bücher sind in der Regel billiger und umweltfreundlicher. Diese finden Sie beispielsweise über das ‚Zentrale Verzeichnis antiquarischer Bücher‘ (www.zvab.de).
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16635
Seminar
Herzog Ernst (Laura Monique Ginzel)
Zeit: Di 12:00-16:00 (Erster Termin: 15.04.2025)
Ort: JK 29/118 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Im „Herzog Ernst“ fällt der Protagonist am bayrischen Hof einer politischen Intrige zum Opfer und entschließt daraufhin nach Jerusalem zu pilgern. Die Handlung führt Ernst auf seiner Reise von Regensburg über Ungarn, Griechenland, Ägypten, Nubien und Syrien in einen imaginären ‚Orient‘, der von stereotypen Wunderwesen bevölkert ist. Als er schließlich mit einem lebenden Kuriositätenkabinett nach Bamberg zurückkehrt, kann er seinen Ruf wiederherstellen.
Ziel des Einführungsmoduls ist der Erwerb grundlegender Kenntnisse und Fähigkeiten für den Umgang mit literarischen Texten des Mittelalters. Im sprachwissenschaftlichen Seminar erarbeiten Sie sprachhistorische Kenntnisse sowie Kenntnisse der Grammatik, Lexik und Semantik des Mittelhochdeutschen. Ziel des sprachwissenschaftlichen Teils ist, mittelhochdeutsche Texte selbstständig unter Zuhilfenahme entsprechender Ressourcen ins Neuhochdeutsche zu übertragen.
Im literaturwissenschaftlichen Seminar lesen Sie den Abenteuerroman „Herzog Ernst“ (13. Jahrhundert). Sie erarbeiten an diesem Text und anhand zugehöriger Forschungsliteratur exemplarisch grundsätzliche Methoden und Zugänge der Literaturwissenschaft und Mediävistik im Besonderen. Dazu gehören einerseits wissenschaftliche Arbeitstechniken (Lesestrategien und Exzerpieren, Recherchieren), andererseits Kenntnisse zur Literaturproduktion und -rezeption im Mittelalter, zur Erzähltheorie und schließlich einen Einstieg in theoretische Diskussionen im Fach.
Das Modul wird mit einer Klausur abgeschlossen. Im Seminar sind kleinere Leistungen zum Erwerb der aktiven Teilnahme vorgesehen.
Zur Anschaffung obligatorisch:
1.) Herzog Ernst, Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch, in der Fassung B mit den Fragmenten der Fassungen A, B, Kl nach der Leithandschrift herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Mathias Herweg, Stuttgart 2019 (Reclam Universal-Bibliothek 19606). ISBN: 978-3-15-019606-9.
2.) Matthias Lexer: Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch, 38. Aufl., Stuttgart 1992.
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16636
Seminar
Hartmann von Aue: Gregorius/Der arme Heinrich (Johannes Traulsen)
Zeit: Di 10:00-14:00 (Erster Termin: 15.04.2025)
Ort: KL 29/111 (Habelschwerdter Allee 45)
Zusätzl. Angaben / Voraussetzungen
Hartmann von Aue: Gregorius. Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch. Nach dem Text von Friedrich Neumann neu hrsg., übers. und komm. von Waltraud Fritsch-Rößler, Stuttgart 2011 (ISBN: 978-3-15-018764-7; 9,60 €)
Hartmann von Aue: Der arme Heinrich. Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch. Hrsg., übers. und komm. v. Nathanael Busch u. Jürgen Wolf, Stuttgart 2014 (ISBN: 978-3-15-019131-6; 7,- €).
[Achtung: Bitte achten Sie auf die korrekten Herausgeber*innen]
Lexer, Matthias: Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch. Mit den Nachträgen von Ulrich Pretzel, 38. Auflage, Stuttgart 1992 [oder spätere Auflage].
Kommentar
Das Basismodul führt anhand exemplarischer Texte in das Mittelalter als erste Epoche der deutschen Literaturgeschichte ein. Ziel ist es, ein grundlegendes Verständnis für mittelalterliche Texte zu entwickeln, und zwar sowohl inhaltlich als auch sprachlich. Daher ist das Seminar in zwei Teile gegliedert: einen literaturwissenschaftlichen und einen sprachhistorischen Teil.
Im Mittelpunkt des Literaturteils stehen zwei Werke von Hartmann von Aue, einem der bedeutendsten Dichter des Mittelalters: Gregorius erzählt die außergewöhnliche Geschichte eines Findelkinds, das unwissentlich eine verbotene Beziehung mit der eigenen Mutter eingeht, sich daraufhin zur Buße zurückzieht – und schließlich zum Papst wird. Der arme Heinrich handelt von einem Ritter, der vom Aussatz gezeichnet ist und nur durch das Opfer eines jungen Mädchens Heilung erlangen kann. Doch wird dieses Opfer tatsächlich vollzogen? Und wie verändert es die Figuren?
Beide Texte vereinen religiöse und weltliche Elemente. Im Seminar diskutieren wir exemplarisch zentrale Themen der mittelalterlichen Literatur wie höfische Identität, Minne, Ritterschaft, geistliche Lebensentwürfe und Heiligenlegenden. Dabei betrachten wir die Werke im kulturellen und gesellschaftlichen Kontext des Mittelalters. Der sprachhistorische Teil des Seminars vermittelt die Grundlagen des Mittelhochdeutschen. Studierende lernen, Wortschatz und Grammatik dieser Sprachstufe zu verstehen und selbstständig zu übersetzen.
Das Basismodul macht anhand exemplarischer Texte mit dem Mittelalter als erster Epoche der deutschen Literaturgeschichte bekannt. Es zielt zudem auf die Kompetenz, Texte in einer früheren Sprachstufe des Deutschen lesen zu können. Dazu ist das Grundlagenseminar zweiteilig (Literatur und Sprache) angelegt.
Im Mittelpunkt des Literaturteils stehen zwei Texte von Hartmann von Aue, einem der wichtigsten deutschen Autoren des Mittelalters. Der Gregorius handelt von einer Figur, die das Produkt einer Liebe zweier Geschwister ist. Dieses Kind, das den Namen Gregorius trägt, wird ausgesetzt und nach seiner Auffindung zunächst im Kloster erzogen. Der jugendliche Gregorius sagt sich vom Mönchsleben los und wird Ritter. Nachdem er aus Unkenntnis ein Verhältnis mit der eigenen Mutter eingegangen ist, zieht sich Gregorius zum Büßen zurück und wird schließlich Papst. Der armen Heinrich handelt hingegen von einer Figur, die vom Aussatz befallen wird und nur durch das Selbstopfer eines Mädchens gerettet werden kann. Ob und wie dieses Opfer zustande kommt und ob der arme Heinrich schließlich geheilt wird, ist im Seminar zu erfahren.
Beide Texte haben sowohl religiöse als auch weltliche Anteile. Wir werden zentrale Themen diskutieren (Hof und höfische Identität, Minne, Ritterschaft, geistliche Lebensentwürfe und Erzählen vom Heiligen) und in den Kontext der Gesellschaft, Kultur und Literatur des Mittelalters stellen. Der Sprachteil des Seminars führt in Grundlagen des Mittelhochdeutschen ein. Es vermittelt Kenntnisse über Wortschatz und Grammatik, die benötigt werden, um Texte dieser Sprachstufe lesen, verstehen und übersetzen zu können.
Das Seminar wird mit einer Klausur abgeschlossen.
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16637
Seminar
Gottfried von Straßburg: Tristan (Elke Koch, Johannes Traulsen)
Zeit: Mi 14:00-18:00 (Erster Termin: 16.04.2025)
Ort: KL 29/111 (Habelschwerdter Allee 45)
Zusätzl. Angaben / Voraussetzungen
Zur Anschaffung:
Gottfried von Straßburg: Tristan. Nach dem Text von Friedrich Ranke neu hrsg., in Nhd. übers., mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, 3 Bde., 15. Aufl., Stuttgart 2017 (Reclam Universal Bibliothek 447, ISBN: 978-3-15-030057-2).
[Eine ältere Auflage ist möglich: ab 6. Aufl., Stuttgart 1993.]
Lexer, Matthias: Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch. Mit den Nachträgen von Ulrich Pretzel, 38. Auflage, Stuttgart 1992 [oder spätere Auflage].
Kommentar
Das Basismodul macht anhand exemplarischer Texte mit dem Mittelalter als erster Epoche der deutschen Literaturgeschichte bekannt. Es zielt zudem auf die Kompetenz, Texte in einer früheren Sprachstufe des Deutschen lesen zu können. Dazu ist das Grundlagenseminar zweiteilig (Literatur und Sprache) angelegt.
Im Mittelpunkt des Literaturteils steht der Roman über eines der berühmtesten Liebespaare der Weltliteratur, Tristan und Isolde, der zu Beginn des 13. Jh. entstanden ist. Er handelt zunächst vom Schicksal Tristans, der zwar mit allen Begabungen eines perfekten höfischen Ritters ausgestattet ist, aber als Waise aufwächst, entführt wird und erst nach einigen Bewährungsproben von seiner wahren Identität erfährt. Ein gefahrvolles Unternehmen ist die Brautwerbung um die irische Königstochter Isolde, die er für seinen Onkel, den König Marke, erfolgreich unternimmt. Als Tristan Isolde zu Marke bringt, sind die beiden jedoch bereits ein Paar geworden. Ihre unauflösliche Minne führt sie in den Konflikt mit dem Königshof, der sich unvermeidlich zuspitzt. Im Seminar werden wir zentrale Themen des Textes (Hof und höfische Identität, Minne, Ehe und Begehren) erschließen und in den Kontext der Gesellschaft, Kultur und Literatur des Mittelalters stellen. Der Sprachteil des Seminars führt in Grundlagen des Mittelhochdeutschen ein. Es vermittelt Kenntnisse über Wortschatz und Grammatik, die benötigt werden, um Texte dieser Sprachstufe lesen, verstehen und übersetzen zu können.
Das Seminar wird mit einer Klausur abgeschlossen.
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16630
Seminar
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Vertiefung Literaturgeschichte und Textanalyse
0033fB1.1-
16638
Vorlesung
Literary Disability Studies: Aspekte einer inklusiven Philologie (Irmela Marei Krüger-Fürhoff)
Zeit: Mi 18:00-20:00 (Erster Termin: 23.04.2025)
Ort: Hs 2 Hörsaal (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Auch wenn der Begriff ‚Behinderung‘ jüngeren Datums ist, beschäftigen sich literarische Texte seit jeher mit der gesellschaftlichen und kulturellen Selbstverständigung über Phänomene verkörperter Differenz. Die gegenwärtige Literaturwissenschaft berücksichtigt dabei vermehrt Perspektiven der Disability Studies, die Behinderung weniger als individuell-medizinische denn als sozio-kulturelle Differenzkategorie verstehen, und untersucht im Sinne der Literary Disability Studies, welche bedeutungsstiftenden Funktionen Repräsentationen von Behinderung in literarischen Texten besitzen. In der Vorlesung, die auch als Veranstaltung im „Offenen Hörsaal“ angeboten wird, präsentieren Gastvortragende mit und ohne Beeinträchtigungen Verhandlungen körperlicher und psychischer Behinderungen in Literatur, Kunst und Medien v.a. des 20. und 21. Jahrhunderts und verbinden dabei Einzelanalysen mit theoretischen Standortbestimmungen und gesellschaftspolitischen Überlegungen. An zwei Terminen sind ein Autor bzw. eine Filmregisseurin zu Gast. Es sind Angebote zur Barrierefreiheit (voraussichtlich Schriftdolmetschung, Gebärdensprache) vorgesehen; bitte melden Sie bereits vor Vorlesungsbeginn, wenn Sie spezifische Bedarfe haben.
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16639
Vorlesung
Aufklärung (Friederike Günther)
Zeit: Do 14:00-16:00 (Erster Termin: 17.04.2025)
Ort: Hs 2 Hörsaal (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Die Vorlesung vermittelt einen Zugang zur Literatur der Aufklärungsepoche, indem exemplarisch Themen behandelt werden, die die Aufklärung bewegten und deren ambivalente Tendenz zu Integration und Ausschluss vor Augen führen. Ein Schwerpunkt liegt zum einen auf literarischen Texten, die Mensch, Natur und Umwelt in ein Verhältnis setzen: Behandelt werden Robinsonaden, der literarische Umgang mit Naturkatastrophen, lyrisch umzäunte Natur in Gestalt von Beeten und Gärten sowie Texte der Sehnsucht nach einer ‚authentischen‘ Naturidylle. Zum anderen werden die Modi und Umgangsweisen der aufgeklärten Literaturszene in Blick genommen: Bissigkeit und Schmeichelei der frühen Literaturkritik, aufgeklärte Geselligkeits-, Liebes- und Freundschaftsentwürfe, Ein- und Ausschlusskriterien literarischer Öffentlichkeit sowie die Diskussion von Fallgeschichten aus Medizin und Recht.
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16640
Vorlesung
Kinderliteratur und Film (Hadassah Stichnothe)
Zeit: Mo 16:00-18:00 (Erster Termin: 14.04.2025)
Ort: Hs 2 Hörsaal (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Von Méliès‘ Cendrillon (1899) über die Scherenschnittfilme Lotte Reinigers – das Medium Kino hat seit seinen Anfängen eine enge Bindung an die Kinderliteratur. So kommt Gerhard Lamprechts Emil und die Detektive (1931) eine Pionierrolle bei der Etablierung des originären Kinderfilms zu. Die Vorlesung macht es sich zum Ziel, einen Überblick über die Entwicklung des Kinder- und Jugendfilms von den Anfängen des Mediums über die Entwicklung in den beiden deutschen Staaten bis zum neuen Kinderfilm und dem Family Entertainment Film der 2000er nachzuzeichnen. Dabei werden ausgewählte Beispiele vorgestellt und zudem auch die Wechselwirkungen zwischen Literatur und Film aufgezeigt. Flankierend hierzu werden theoretische Zugänge zum Thema vorgestellt, die auf die Entwicklung einer spezifischen Ästhetik des Kinderfilms eingehen.
Zur Vorbereitung empfohlen:
Tobias Kurwinkel, Philipp Schmerheim: Kinder- und Jugendfilmanalyse. UTB 2013. -
16641
Seminar
Gewalt und Eros im Drama (Mara Ruwe)
Zeit: Do 08:30-10:00 (Erster Termin: 17.04.2025)
Ort: JK 31/228 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
In diesem Seminar werden wir gemeinsam Euripides’ Bakchen, Heinrich von Kleists Penthesilea und Georg Büchners Dantons Tod lesen. Dabei stehen die Motive von Eros – etwa Leidenschaft, körperliches Begehren und ekstatische Zustände – sowie Gewalt – wie physische Brutalität, sexualisierte Unterwerfung, strukturelle Unterdrückung und sprachliche Gewalt – im Mittelpunkt. Außerdem lesen wir theoretische Texte, um historische Bewertungen von Gewalt und Leidenschaft in Dramen sowie dagegen vorgebrachte Vorwürfe der Verharmlosung, Verherrlichung oder Spektakelhaftigkeit nachzuvollziehen.
Zentrale Aspekte des Seminars sind dramatische Gewalt und Sexualität als Momente der ausgestellten Körperlichkeit und Akte der Transgression. Dabei interessieren uns insbesondere die Szenen, in denen diese Themen die Grenzen des Aufführbaren im Theater sichtbar machen, hinterfragen oder mit ihnen spielen. Wie werden diese Grenzen in moralischer, ästhetischer oder pragmatischer Hinsicht thematisiert? Was kann/darf auf der Bühne, mit realen Körpern vor einem öffentlichen Publikum, nicht gezeigt oder nur sprachlich vermittelt dargestellt werden?
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16642
Seminar
Literatur der Goethezeit (1770-1830) (Jiachuan Li)
Zeit: Di 08:30-10:00 (Erster Termin: 15.04.2025)
Ort: JK 31/228 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Die Goethezeit (1770-1830) gilt als eine der glanzvollsten Epochen der deutschsprachigen Literatur. In dieser Zeit wurden die drei Hauptgattungen Epik, Lyrik und Drama theoretisch und systematisch gefestigt. Zugleich war es eine Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher und politischer Umbrüche: Aufklärung, Französische Revolution und Industrielle Revolution prägten das Denken und die kulturellen Strömungen. Ähnlich wie in der Gegenwart gerieten bestehende Ordnungen ins Wanken, während sich neue Strukturen noch nicht vollständig etabliert hatten. In diesem Seminar werden wir uns mit der Literatur der Goethezeit im historischen Kontext auseinandersetzen und uns dabei auf eine zentrale Fragestellung konzentrieren: Welche Funktionen übernimmt Literatur in Zeiten gesellschaftlichen Wandels?
Das Seminar geht über die Werke Johann Wolfgang von Goethes hinaus und behandelt weitere zentrale literarische Texte der Epoche, darunter Werke von Friedrich Schiller, E. T. A. Hoffmann und Joseph von Eichendorff. Im Mittelpunkt des Seminars stehen die Romane und die Erzählprosa der Epoche, wobei auch die Entwicklungen in der Lyrik und im Drama berücksichtigt werden. Mit Hilfe der Erzähltheorie, wie sie z.B. in der Einführung von Matías Martínez und Michael Scheffel vorgestellt wird, werden die ausgewählten Erzähltexte und ihre gattungsspezifischen Merkmale der Epoche analysiert.
Begleitende Seminarlektüre: Matias Martinez/Michael Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie. 11. Aufl., München 2020.
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16643
Seminar
Der Zauber des Wunderbaren: Phantastische Literatur (Annika Becker)
Zeit: Di 18:00-20:00 (Erster Termin: 15.04.2025)
Ort: JK 31/228 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
In der phantastischen Literatur vermischen sich die Bewusstseinszustände von Träumen und Wachen, es kommt zur Beseelung lebloser Gegenstände, übernatürliche Wesen geistern neben Doppelgängerfiguren, lebendigen Körperteilen und mysteriös Verwandelten durch Texte, die ihre Leser:innen in einen oszillierenden Zustand zwischen faszinierender Verzauberung und unheimlicher Unsicherheit versetzen. Autor:innen der Phantastik wie E.T.A. Hoffmann und Franz Kafka spielen mit Realität und Imagination und setzen damit eine neue Kraft des Irrationalen und Magischen in ihren Texten frei, die wir zusammen in umfassenden Literaturanalysen ergründen werden. Dabei fragen wir nach dem umstrittenen Terminus der Phantastik und beleuchten das Phantastische im Spannungsfeld des Unheimlichen und Wunderbaren.
In diesem Thematischen Einführungsseminar werden wir uns vor dem Hintergrund einer Exploration verschiedener (literaturgeschichtlicher) Theorien zum Phantastischen mit lyrischen und narrativen Texten auseinandersetzen und die Grundprämissen literaturwissenschaftlicher Interpretation und Thesenbildung vertiefen.
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16644
Seminar
Johann Peter Hebel (Sandra Fluhrer)
Zeit: Mo 14:00-16:00 (Erster Termin: 14.04.2025)
Ort: JK 31/228 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Walter Benjamin galt Johann Peter Hebel (1760–1826) als einer der letzten Erzähler, die Erfahrung mitteilbar machen und noch dazu Rat wissen. Für Ernst Bloch war Hebel der Dichter des Maßvollen und Ausgeglichenen, bei dem man hoffen dürfe, „es werde schließlich alles gut“. Elias Canetti fand als Jugendlicher den „besten Lehrer“ der Anteilnahme noch am Kleinsten in Hebel. Ausschlaggebend für diese Verehrung des badischen Schriftstellers, Lehrers und Theologen waren und sind vor allem Hebels Kalendergeschichten, die im Badischen Landkalender bzw. Rheinländischen Hausfreund erschienen und im Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreunds (1811) in Auswahl wiederabgedruckt wurden. Den Zeitgenossen bekannt wurde Hebel noch vor der Kalenderarbeit für seine Allemannischen Gedichte (1803), eine vielfältige Sammlung von Gedichten über Landleben und Landarbeit, im Dialekt verfasst und unter anderem von Goethe und Jean Paul hochgelobt.
Im Seminar widmen wir uns ausgewählten Kalendertexten vor dem Hintergrund sozialgeschichtlicher Zusammenhänge der Kalenderarbeit und mit besonderer Aufmerksamkeit für die fein austarierte Ästhetik der Texte sowie einer Auswahl der Allemannischen Gedichte. Weitere Texte Hebels (etwa biblische und theologische Schriften sowie Briefe) beziehen wir ggf. kursorisch ein. Darüber hinaus nehmen wir die emphatische literarisch-philosophische Hebel-Rezeption im 20. und 21. Jahrhundert in den Blick (etwa bei Franz Kafka, Elias Canetti, Walter Benjamin, Ernst Bloch, Ulrike Draesner und Arnold Stadler).
Wichtig: Bitte machen Sie sich bereits vor Semesterbeginn ein wenig mit Hebels Kalendergeschichten vertraut. Die angegebene Buchausgabe ist verpflichtend zu beschaffen (ggf. antiquarisch). Damit wir gemeinsam konzentriert am Text arbeiten können, bitte ich Sie, im Seminar nur mit Ihrer Buchausgabe und analogem Schreibzeug zu arbeiten (ohne digitale Geräte). Die Gedichte und weiteren Materialien werden über das Blackboard verfügbar gemacht.
Zu beschaffende Textausgabe (NUR NOCH ANTIQUARISCH):
Johann Peter Hebel: Die Kalendergeschichten. Sämtliche Erzählungen aus dem Rheinländischen Hausfreund, hg. v. Hannelore Schlaffer und Harald Zils, München: dtv 2010 [1991]. (ISBN: 978-3-423-13861-1 oder 978-3-423-12906-0).
Antiquarisch zu erwerben z.B. über ZVAB oder Booklooker. Melden Sie sich bei mir, falls Sie Schwierigkeiten haben, die Ausgabe zu beschaffen (es sollte eine der beiden angegebenen sein!).
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16645
Seminar
Jüdische Figuren in der Kinder- und Jugendliteratur (Hadassah Stichnothe)
Zeit: Mi 14:00-16:00 (Erster Termin: 16.04.2025)
Ort: JK 31/228 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Jüdische Figuren sind in der Kinder- und Jugendliteratur lange Zeit nur als Fremd- und Zerrbilder oder „exotische Projektionsfläche“ (von Glasenapp 2016) präsent. Von antisemitischen Karikaturen wie Fagin in Oliver Twist bis zu philosemitischen Konstrukten, die auch kinderliterarische Darstellungen der Shoah prägen, fungieren jüdische Figuren oftmals als Verkörperung des Fremden. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts bildete sich eine vielfältige originäre Literatur speziell für jüdische Kinder heraus, die jüdische Identität aus der Innenperspektive heraus (be-)schreibt.
Dieses Seminar widmet sich der Darstellung jüdischer Figuren in historischer ebenso wie transmedialer Perspektive, legt aber einen Schwerpunkt auf die Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts. Nach dem Bruch der Shoah gab es eine in Deutschland zeitlich verzögerte kinderliterarische Auseinandersetzung mit jüdischen Schicksalen während des Nationalsozialismus, die quantitativ einen großen Teil des Korpus bestimmt. Das Seminar möchte jedoch den Blick über die „children’s literature of atrocity“ hinaus weiten und die Darstellung jüdischer Figuren in der Literatur der Gegenwart untersuchen, die auch migrantische Perspektiven und widerständige Diskurse aufzeigen. Zur Lektüre werden sowohl historische Texte der 20er und 30er Jahre als auch Texte u.a. von Mirjam Pressler, Sydney Taylor, Holly-Jane Rahlens und Lena Gorelik gehören.
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16646
Seminar
Sekundenstil - Prosa und Dramatik des Naturalismus (Bastian Schlüter)
Zeit: Do 12:00-14:00 (Erster Termin: 17.04.2025)
Ort: JK 31/228 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Der deutschsprachige literarische Naturalismus ab den 1880er Jahren markiert in den meisten Literaturgeschichten den Beginn der Moderne. Doch was meint ‚Moderne‘, und was macht den Naturalismus ‚modern‘? Dass er Großstadt und ‚soziale Frage‘ zum Sujet der Literatur erhob? Oder dass er mit einer problematischen Weltanschauung wie dem Sozialdarwinismus eine Liaison einging? Vielleicht beides! Das Seminar will den Blick auf Literaturgeschichtliches lenken (verbunden mit der Frage, wie man sich gut literaturhistorisches Überblickswissen ‚draufschafft‘) – im Zentrum allerdings soll die Analyse ausgewählter Prosa und Dramatik des Naturalismus stehen. Dies verbindet sich mit einer Wiederholung und Festigung gattungsbezogener textanalytischer Fähigkeiten im Blick auf die beiden genannten Gattungen.
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16647
Seminar
Sekundenstil - Prosa und Dramatik des Naturalismus (Bastian Schlüter)
Zeit: Do 16:00-18:00 (Erster Termin: 17.04.2025)
Ort: JK 31/228 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Der deutschsprachige literarische Naturalismus ab den 1880er Jahren markiert in den meisten Literaturgeschichten den Beginn der Moderne. Doch was meint ‚Moderne‘, und was macht den Naturalismus ‚modern‘? Dass er Großstadt und ‚soziale Frage‘ zum Sujet der Literatur erhob? Oder dass er mit einer problematischen Weltanschauung wie dem Sozialdarwinismus eine Liaison einging? Vielleicht beides! Das Seminar will den Blick auf Literaturgeschichtliches lenken (verbunden mit der Frage, wie man sich gut literaturhistorisches Überblickswissen ‚draufschafft‘) – im Zentrum allerdings soll die Analyse ausgewählter Prosa und Dramatik des Naturalismus stehen. Dies verbindet sich mit einer Wiederholung und Festigung gattungsbezogener textanalytischer Fähigkeiten im Blick auf die beiden genannten Gattungen.
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16648
Seminar
Gottsched: Schriften zur Literatur (Martin Emdres)
Zeit: Mo 10:00-12:00 (Erster Termin: 14.04.2025)
Ort: JK 31/228 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Das Seminar widmet sich Johann Christoph Gottscheds dichtungstheoretischen Schriften. Im Zentrum steht dabei Gottscheds »Versuch einer Critischen Dichtkunst« als ein Schlüsselwerk der Aufklärung, das eine programmatische Reflexion über die Prinzipien und normativen Kriterien von Literatur im Kontext des Rationalismus unternimmt. Die Lehrveranstaltung zielt darauf, die literaturtheoretischen und philosophischen Grundüberlegungen Gottscheds herauszuarbeiten sowie die Verknüpfung von ästhetischer Theorie und moralisch-philosophischer Praxis in der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts zu diskutieren.
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16649
Seminar
Hölderlin: Lyrik und Dichtungstheorie (Martin Endres)
Zeit: Mo 12:00-14:00 (Erster Termin: 14.04.2025)
Ort: JK 31/228 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Gegenstand des Seminars sind ausgewählte lyrische Texte Friedrich Hölderlins aus verschiedenen Werkphasen. Ziel ist es, im Zuge textnaher Interpretationen ein Verständnis für die Poetik Hölderlins und seine lyrische Verfahrensweise zu gewinnen. Die Interpretationen der Gedichte Hölderlins sollen dabei mit der Lektüre seiner dichtungstheoretischen und Schriften verbunden werden. Diese sind von zentraler Bedeutung für das Verständnis von Hölderlins Poetologie im Besonderen und der Ästhetik des Deutschen Idealismus im Allgemeinen.
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16650
Seminar
Erzählen im Realismus (Volkhard Wels)
Zeit: Fr 12:00-14:00 (Erster Termin: 25.04.2025)
Ort: JK 31/228 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Das Seminar bietet eine Einführung in die Erzähltextanalyse anhand von Novellen und Romanen aus dem 19. Jahrhundert, die dem Realismus zugerechnet werden. Wir besprechen Werke von Jeremias Gotthelf („Die schwarze Spinne“), Wilhelm Rabe („Holunderblüte“, „Zum wilden Mann“, „Pfisters Mühle“), Theodor Storm („Immensee“, „Eine Halligfahrt“, „Der Schimmelreiter“) und Theodor Fontane („L’Adultera“, „Effi Briest“). Voraussetzung für eine Bestätigung der aktiven Teilnahme sind wöchentlich anzufertigende, kurze schriftliche Vorbereitungen.
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16651
Seminar
Goethes "Dichtung und Wahrheit" im Kontext (Christoph Jakubowsky)
Zeit: Di 16:00-18:00 (Erster Termin: 15.04.2025)
Ort: JK 31/228 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Mit Goethes Dichtung und Wahrheit (1811-1814, 1833) erschließen wir uns in diesem Seminar einen hochkanonischen Text der Weltliteratur, der für die Gattungsgeschichte der Autobiographie und die Geschichte der Goethe-Rezeption ungemein einflussreich war. Zu situieren ist die vierbändige Autobiographie der Kindheit, Jugend und jungen Erwachsenzeit in Goethes groß angelegtem Projekt der autobiographischen Selbsthistorisierung, das etwa auch die Italienische Reise (1816/17, 1829) und die Campagne in Frankreich (1822) umfasst und enge Beziehungen zu Goethes Arbeit an Ausgaben seiner Werke eingeht. Derartige werkpolitische, literatur- und diskursgeschichtliche Kontexte werden wir in Grundzügen rekonstruieren, etwa Goethes Entwurf der deutschsprachigen Literaturgeschichte von Gottsched bis in die 1760er Jahre auswerten, seinen autobiographischen Umgang mit der zeitgenössischen Werther-Rezeption diskutieren und Goethes eigene Theorieangebote zur Poetik der Autobiographie (Morphologie, „Wiederholte Spiegelungen“, das „Dämonische“) berücksichtigen. Instruiert durch Vorüberlegungen zur Theorie der Autobiographie gibt das Seminar Gelegenheit, Kenntnisse narratologischer Analysebegriffe zu erproben und zu erweitern. In gemeinsamen textnahen Lektüren untersuchen wir die kunstvollen Erzählverfahren der Autobiographie, ihre komplexen narrativen Raum- und Zeitkonstruktionen, die Integration von anderen Formen (Märchen, romanhaftes Erzählen, Gedicht) und den Umgang mit Fiktionalität.
Zur vorbereitenden oder semesterbegleitenden Auffrischung narratologischer Kenntnisse empfohlen sei daher die (Re-)Lektüre von Martinez / Scheffels Einführung in die Erzähltheorie (seit 1999 div. Neuaufl.), die genauerem Verständnis und größerer Souveränität im Umgang mit einem komplexen Erzähltext den Weg weisen kann.
Der Kurs ermöglicht einen – spezifisch fokussierten – Einstieg in Goethes Œuvre, kann die literarischen Texte Goethes, auf die sich Dichtung und Wahrheit bezieht, aber nicht ausführlich behandeln. Daher sind alle Teilnehmenden aufgerufen, sich, falls nötig, vorab einen Überblick zu verschaffen und mindestens einen Text aus der Reihe der folgenden zu lesen: Die Leiden des jungen Werthers, Götz von Berlichingen, Egmont.
Bitte als Textgrundlage anschaffen:
Johann Wolfgang Goethe: Dichtung und Wahrheit. Herausgegeben und mit einem Kommentar von Klaus-Detlef Müller. Frankfurt a.M. 2007 (div. Neuauflagen). [978-3-618-68015-4]
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16638
Vorlesung
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Sprachstruktur
0033fB3.1-
16653
Seminar
Sprachstruktur: Wortstruktur (Barbara Schlücker)
Zeit: Mo 10:00-12:00 (Erster Termin: 14.04.2025)
Ort: KL 29/111 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
In diesem Seminar geht es um den Unterschied zwischen einfachen und komplexen Wörtern und die Frage, auf welche Art Wörter komplex sein können, wie also ihre interne Struktur entsteht. Dazu werden wir uns mit den beiden großen Teilgebieten der Morphologie, Wortbildung und Flexion, beschäftigen, aber auch Schnittstellen von der Wortstruktur zur Syntax, zur Phonologie und zur Graphematik betrachten. Gelesen werden überwiegend Texte aus einführenden Lehrwerken, aber auch erste fachwissenschaftliche Artikel. Wir üben die eigenständige sprachwissenschaftliche Analyse, lernen daneben aber auch den ersten Umgang mit theoretischen Analysen und Modellen.
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16654
Seminar
Sprachstruktur: Morphologie und Syntax mit Lehramtsbezug (Marianna Lohmann)
Zeit: Do 16:00-18:00 (Erster Termin: 17.04.2025)
Ort: JK 29/118 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
In diesem Seminar entwickeln wir Ihre Kenntnisse, die Sie im Basismodul (GK A Sprachbeschreibung) zu Morphologie und Syntax bereits erworben haben, weiter. Dabei fokussieren wir neben aktuellen theoretischen Analysen in der Forschung zu Morphologie und Syntax auch die Relevanz dieser beiden Teilgebiete für das Lehramt.
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16655
Seminar
Sprachstruktur: Syntax (Maximilian Frankowsky)
Zeit: Fr 10:00-12:00 (Erster Termin: 25.04.2025)
Ort: KL 29/111 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
In dieser Veranstaltung werden wir uns mit Sätzen und anderen syntaktischen Strukturen beschäftigen. Ziel ist es, dass die Teilnehmenden Wort- und Satzstrukturen unterschiedlichster Sprachdaten systematisch verstehen und beschreiben können. Dabei werden theoretische Grundlagen erworben und wiederholt. Dabei behandeln wir Grundbegriffe der Syntax und Flexion, syntaktische Kategorien und klassische Analyseverfahren (Baumgraphen, topologisches Modell), aber auch Problemfelder der traditionellen Grammatik, wie die Polykategorialität von Wortarten, unterschiedliche Klassifikationen von Wortarten und Probleme der Operationalisierbarkeit von Satzgliedern. Auch spielen Zweifelsfälle und andere konkrete grammatische Phänomene der Alltagssprache eine Rolle, die wir mithilfe linguistischer Grundlagenforschung einzuordnen versuchen. Die Theorien zur Erfassung der Phänomene werden anhand sprachlicher Daten vermittelt. Auch methodologische Aspekte werden durch die Lektüre einschlägiger und aktueller Forschungsliteratur vertieft.
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16656
Seminar
Sprachstruktur: Phonologie und Graphematik (mit Lehramtsbezug) (Andreas Pankau)
Zeit: Do 18:00-20:00 (Erster Termin: 17.04.2025)
Ort: JK 29/118 (Habelschwerdter Allee 45)
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16653
Seminar
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Sprachfunktion
0033fB3.2-
16657
Seminar
Sprachfunktion (Fynn Dobler)
Zeit: Di 14:00-16:00 (Erster Termin: 15.04.2025)
Ort: JK 28/112 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Wie funktioniert Sprache im Gehirn? In diesem Kurs lernen Sie die Grundlagen experimenteller Forschung in der Psycho- und Neurolinguistik kennen, und erhalten Einblicke in bisherige und aktuelle Forschungsarbeiten zu Mechanismen der Sprachverarbeitung und -produktion. Der Schwerpunkt liegt auf zentralen Fragestellungen der Neurosemantik und Neuropragmatik, wie beispielsweise: (1) Wie lernt man die Bedeutung von abstrakten Wörtern wie ‚Freiheit‘ oder ‚Liebe‘? (2) Hat die Sprache, die wir sprechen, einen Einfluss auf unsere Wahrnehmung? (3) Welche Gehirnmechanismen sind involviert, wenn Sprecher:innen eine gemeinsame Diskursgrundlage schaffen?
Zusätzlich zu diesen inhaltlichen Fragen vermittelt der Kurs die Fähigkeit, empirische Studien kritisch zu hinterfragen, und ihre Aussagekraft und Interpretationsmöglichkeiten fachlich fundiert zu diskutieren.
Wichtiger Hinweis: Für die Teilnahme ist es notwendig, Texte in englischer Sprache zu lesen und zu verstehen, da die neuere Forschungsliteratur, die hier behandelt wird, ausschließlich auf Englisch verfasst ist.
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16658
Seminar
Sprachfunktion: Wie das Gehirn Sprache erzeugt und verarbeitet (Tally McCormick Miller)
Zeit: Mi 12:00-14:00 (Erster Termin: 16.04.2025)
Ort: KL 29/111 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Wie verarbeitet unser Gehirn Sprache? Welchen Einfluss hat Sprache auf unsere Wahrnehmung? In diesem Seminar untersuchen wir die neurokognitiven Grundlagen der Sprachverarbeitung und lernen zentrale Methoden der experimentellen Sprachforschung kennen.
Der Kurs bietet eine praxisnahe Einführung in die moderne Sprachforschung. Wir beschäftigen uns mit aktuellen Theorien der Embodied Cognition und der Wortsemantik und diskutieren deren experimentelle Überprüfung. Besonderer Fokus liegt auf der kritischen Analyse wissenschaftlicher Studien und der Vermittlung methodischer Kompetenzen.
Das Seminar richtet sich an Studierende der Sprachwissenschaft, Psychologie, Neurowissenschaften, Medizin und Philosophie. Englischkenntnisse sind erforderlich, da ein Großteil der Fachliteratur auf Englisch ist.
Prüfungsleistung: Regelmäßige Teilnahme, Referat, Abschlussprüfung (mündlich nach SPO 2022, schriftlich nach SPO 2025)
Format: Präsenzveranstaltung mit zwei Online-Sitzungen
Prüfungszeitraum: voraussichtlich 21.-25. Juli 2024
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16659
Seminar
Sprachfunktion (Fynn Dobler)
Zeit: Mi 14:00-16:00 (Erster Termin: 16.04.2025)
Ort: JK 29/118 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Wie funktioniert Sprache im Gehirn? In diesem Kurs lernen Sie die Grundlagen experimenteller Forschung in der Psycho- und Neurolinguistik kennen, und erhalten Einblicke in bisherige und aktuelle Forschungsarbeiten zu Mechanismen der Sprachverarbeitung und -produktion. Der Schwerpunkt liegt auf zentralen Fragestellungen der Neurosemantik und Neuropragmatik, wie beispielsweise: (1) Wie lernt man die Bedeutung von abstrakten Wörtern wie ‚Freiheit‘ oder ‚Liebe‘? (2) Hat die Sprache, die wir sprechen, einen Einfluss auf unsere Wahrnehmung? (3) Welche Gehirnmechanismen sind involviert, wenn Sprecher:innen eine gemeinsame Diskursgrundlage schaffen?
Zusätzlich zu diesen inhaltlichen Fragen vermittelt der Kurs die Fähigkeit, empirische Studien kritisch zu hinterfragen, und ihre Aussagekraft und Interpretationsmöglichkeiten fachlich fundiert zu diskutieren.
Wichtiger Hinweis: Für die Teilnahme ist es notwendig, Texte in englischer Sprache zu lesen und zu verstehen, da die neuere Forschungsliteratur, die hier behandelt wird, ausschließlich auf Englisch verfasst ist.
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16660
Seminar
Sprachfunktion: Semantik für die Schule (Elena Karagjosova)
Zeit: Mo 10:00-12:00 (Erster Termin: 14.04.2025)
Ort: JK 28/112 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Das Seminar richtet sich speziell an Lehramtsstudierende und bietet eine Einführung in die Bedeutung sprachlicher Ausdrücke mit einem Fokus auf die Bedürfnisse des Deutschunterrichts. Zentrale Fragen, die wir uns stellen, sind: Was bedeuten Verben und Substantive, Adjektive, Adverbien und Präpositionen? Was ist die Bedeutung von Tempus und Kasus? Welche Bedeutung haben Pronomen wie „alle“, Konjunktionen wie „und“ und Partikeln wie „doch“? Wie entsteht die Bedeutung eines Satzes? Und wie unterscheidet sich die Bedeutung eines Deklarativsatzes von der eines Frage- oder Aufforderungssatzes?
Leistungsnachweis: Hausarbeit (ca. 3 600 Wörter) oder mündliche Prüfung (20 Minuten)
Aktive und regelmäßige Teilnahme: Die aktive Teilnahme wird durch Redebeiträge, Übungen und kleine Arbeitsaufträge nachgewiesen.
Begleitlektüre: Pafel, Jürgen und Ingo Reich (2016), Einführung in die Semantik. Grundlagen – Analysen – Theorien. Stuttgart: Metzler.
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16657
Seminar
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Sprachwandel
0033fB3.3-
16661
Seminar
Sprachwandel (Henrik Discher)
Zeit: Di 08:30-10:00 (Erster Termin: 15.04.2025)
Ort: JK 29/118 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
In diesem Seminar gehen wir der Frage nach, warum sich Sprache wandelt und welche grundlegenden Prinzipien dafür verantwortlich sind. Dazu diskutieren wir die Grammatik der deutschen Sprache aus einer diachronen Perspektive: Wir untersuchen Veränderungen im Sprachsystem auf verschiedenen Systemebenen (z. B. Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik und Pragmatik) und betrachten die historischen Sprachstufen von den Vorläufern des Deutschen bis hin zur Gegenwartssprache. Neben wichtigen Phänomenen (u. a. Lautverschiebung, Umlaut oder Periphrase) wollen wir insbesondere die Ursachen für Sprachwandel in den Blick nehmen. Zu diesem Zweck erörtern wir Sprachwandeltheorien und übergeordnete Prinzipien des Sprachwandels. Nicht zuletzt erlauben die Erkenntnisse zur Sprachgeschichte des Deutschen auch fundierte Erklärungen von Phänomenen der Gegenwartssprache (z. B. mit Blick auf Dialekte, sprachliche Zweifelsfälle oder vermeintliche Unregelmäßigkeiten). Das Ziel des Seminars ist, dass Sie die Theorien und Terminologie für die sprachwissenschaftliche Beschreibung von Wandelphänomenen erwerben und im Anschluss über ein Instrumentarium für die diachrone Analyse des Deutschen verfügen. Voraussetzung für die Teilnahme ist der erfolgreiche Abschluss des Basismoduls bzw. entsprechende Kenntnisse. Für den Modulabschluss werden Ihre regelmäßige und aktive Mitarbeit (u. a. in Form von Hausaufgaben und Übungen) erwartet sowie das Bestehen der Abschlussklausur. Seminarbegleitende Lektüre: Damaris Nübling, Antje Dammel, Janet Duke & Renata Szczepaniak. 2017. Historische Sprachwissenschaft des Deutschen: Eine Einführung in die Prinzipien des Sprachwandels. 5. Aufl. Tübingen: Narr Francke Attempto.
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16662
Seminar
Sprachwandel (Horst Simon)
Zeit: Di 12:00-14:00 (Erster Termin: 15.04.2025)
Ort: JK 28/112 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Die Grammatik der deutschen Sprache wird in diesem Seminar aus diachroner Perspektive betrachtet. Dabei werden Veränderungen im Sprachsystem auf verschiedenen Systemebenen (Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Graphematik, Pragmatik) in Sprachstufen von den Vorläufern des Deutschen bis hin zur Gegenwartssprache behandelt. Im Zentrum steht dabei zunächst die ebenenspezifische Analyse einzelner Phänomene wie z. B. Umlaut als phonetisch motivierte Assimilation oder die schwache Verbflexion. Dabei sollen die Studierenden ihr ebenenspezifisches Wissen aus der Basisphase aktualisieren und aufbauen. Ein zentraler Aspekt des Seminars besteht in der ebenenübergreifenden Betrachtung der Sprachwandelphänomene, wie z.B. die Phonologisierung und Morphologisierung des Umlauts. Die Studierenden sollen systemimmanente Zusammenhänge entdecken, ihre Analysefähigkeit entwickeln sowie Sprachwandeltheorien und übergeordnete Prinzipien des Sprachwandels diskutieren. Nicht zuletzt erlauben die Erkenntnisse zur Sprachgeschichte auch fundierte Erklärungen zu Phänomenen des Gegenwartsdeutschen (wie Dialekten, Schwankungsfällen oder vermeintlichen Unregelmäßigkeiten), was an ausgewählten Beispielen demonstriert werden soll.
Erwartet werden allwöchentliches Mitdenken sowie das selbständige Lesen von Teilen eines Buchs. Wahrheitszettel oder ähnlich Vorverdautes werden nicht verteilt.
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16663
Seminar
Sprachwandel (Ulrike Sayatz)
Zeit: Di 10:00-12:00 (Erster Termin: 15.04.2025)
Ort: JK 29/118 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Die Grammatik der deutschen Sprache wird in diesem Kurs aus diachroner Perspektive betrachtet. Dabei werden Veränderungen im Sprachsystem auf verschiedenen Systemebenen (Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Graphematik, Pragmatik) in Sprachstufen von den Vorläufern des Deutschen bis hin zur Gegenwartssprache behandelt. Im Zentrum steht dabei zunächst die ebenenspezifische Analyse einzelner Phänomene wie z. B. Umlaut als phonetisch motivierte Assimilation oder die schwache Verbflexion. Dabei sollen die Studierenden ihr ebenenspezifisches Wissen aus der Grundkursphase aktualisieren und aufbauen. Ein zentraler Aspekt des Seminars besteht in der ebenenübergreifenden Betrachtung der Sprachwandelphänomene, wie z.B. die Phonologisierung und Morphologisierung des Umlauts. Die Studierenden sollen systemimmanente Zusammenhänge entdecken, ihre Analysefähigkeit entwickeln sowie Sprachwandeltheorien und übergeordnete Prinzipien des Sprachwandels diskutieren. Nicht zuletzt erlauben die Erkenntnisse zur Sprachgeschichte auch fundierte Erklärungen zu Phänomenen des Gegenwartsdeutschen (wie Dialekten, Schwankungsfällen oder vermeintlichen Unregelmäßigkeiten), was an ausgewählten Beispielen demonstriert werden soll.
Die aktive Teilnahme wird durch Kurzvorträge nachgewiesen.
Modulabschluss: bei regelmäßiger und aktiver Teilnahme durch das Bestehen einer 90-minütigen Modulabschlussklausur
Seminarbegleitende Lektüre:
Nübling, Damaris et.al. (2017): Historische Sprachwissenschaft des Deutschen. Eine Einführung in die Prinzipien des Sprachwandels. 5. Aktualisierte Aufl. Tübingen: Narr [online-Ressource in der Bib]
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16664
Seminar
Sprachwandel (Andreas Pankau)
Zeit: Do 14:00-16:00 (Erster Termin: 17.04.2025)
Ort: KL 29/111 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Dieser Kurs wird auf Basis des Deutschen und seiner früheren Sprachstufen einen Einblick in den Phänomenbereich des Sprachwandels geben, also der Veränderung von grammatischen Eigenschaften vom Übergang einer Sprachstufe zur nächsten. Der Kurs wird dabei exemplarisch vorgehen und anhand konkreter Phänomene aus der deutschen Sprachgeschichte allgemeine Charakteristika des Sprachwandels darstellen. Die zu besprechenden Phänomene betreffen die grammatischen Kernbereiche (Syntax, Morphologie, Phonologie). Unter anderem werden wir uns mit der Fixierung der Verbstellung, dem Verlust des Genitivs, dem Umbau des Flexionssystems, der Entstehung des Umlauts und Lautveränderungen beschäftigen. So am Ende noch Zeit sein sollte, wird auf einige seltsame Änderungen auf dem Weg zum modernen Deutsch eingegangen: die Verbzweitstellung, den Ersatzinfinitiv, und die Identität des Pluralpersonalpronomens mit dem Personalpronomen des Femininums im Singular.
Voraussetzung für den Kurs ist das erfolgreiche Absolvieren des Basismoduls bzw. das Vorhandensein entsprechenden Grundlagenwissens zur deutschen Grammatik.
Aktive und regelmäßige Teilnahme wird durch aktive und regelmäßige Teilnahme erworben. Am Ende des Kurses wird eine Klausur geschrieben.
Literatur
Fleischer, Jürg, Oliver Schallert. 2011. Historische Syntax des Deutschen. Eine Einführung. Tübingen: narr Verlag.
Nübling, Damaris, Antje Dammel, Janet Duke, Renata Szczepaniak. 20175. Historische Sprachwissenschaft des Deutschen. Eine Einführung in die Prinzipien des Sprachwandels. Tübingen: narr Verlag.
Renata Szczepaniak. 20112. Grammatikalisierung im Deutschen. Eine Einführung. Tübingen: narr Verlag.
Dazu kommen möglicherweise sitzungsspezifische Texte, die zeitnah über den entsprechenden blackboard-Kurs verfügbar gemacht werden.
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16665
Seminar
Sprachwandel (Elena Karagjosova)
Zeit: Fr 12:00-14:00 (Erster Termin: 25.04.2025)
Ort: KL 29/111 (Habelschwerdter Allee 45)
Kommentar
Die Grammatik der deutschen Sprache wird in diesem Seminar aus diachroner Perspektive betrachtet. Dabei werden Veränderungen im Sprachsystem auf verschiedenen Systemebenen (Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Graphematik, Pragmatik) in Sprachstufen von den Vorläufern des Deutschen bis hin zur Gegenwartssprache behandelt. Im Zentrum steht dabei zunächst die ebenenspezifische Analyse einzelner Phänomene wie z. B. Umlaut als phonetisch motivierte Assimilation oder die schwache Verbflexion. Dabei sollen die Studierenden ihr ebenenspezifisches Wissen aus der Basisphase aktualisieren und aufbauen. Ein zentraler Aspekt des Seminars besteht in der ebenenübergreifenden Betrachtung der Sprachwandelphänomene, wie z.B. die Phonologisierung und Morphologisierung des Umlauts. Die Studierenden sollen systemimmanente Zusammenhänge entdecken, ihre Analysefähigkeit entwickeln sowie Sprachwandeltheorien und übergeordnete Prinzipien des Sprachwandels diskutieren. Nicht zuletzt erlauben die Erkenntnisse zur Sprachgeschichte auch fundierte Erklärungen zu Phänomenen des Gegenwartsdeutschen (wie Dialekten, Schwankungsfällen oder vermeintlichen Unregelmäßigkeiten), was an ausgewählten Beispielen demonstriert werden soll.
Leistungsnachweis: 90-minütige Modulabschlussklausur über die Inhalte des Seminars.
Aktive und regelmäßige Teilnahme: Die aktive Teilnahme wird durch Redebeiträge, Übungen und kleine Arbeitsaufträge nachgewiesen.
Begleitlektüre: Nübling, Damaris et al (2017). Historische Sprachwissenschaft des Deutschen. Eine Einführung in die Prinzipien des Sprachwandels. Tübingen: Narr.
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16661
Seminar
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Linguistik für den Deutschunterricht 0424cA1.7
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Grundlagen der Sprachwissenschaft 0033fA1.3
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